Wurde man für berufsunfähig erklärt, trifft einen diese Diagnose sehr hart. Denn das bedeutet, dass man seinem erlernten Beruf, den man im Regelfall gerne ausgeübt hat, nicht mehr nachgehen kann. Zudem ist es auch nicht möglich, einen seinen Kenntnissen angemessenen anderen Beruf zu tätigen. Man bekommt nun zwar, wenn man frühzeitig eine Versicherung abgeschlossen hat, eine Rente, und kann evtl. einen seinen jetzt noch gegebenen Fähigkeiten entsprechenden Beruf ausüben, hat aber keine Aufgabe mehr, die einen voll ausfüllt, und fühlt sich demnach nicht mehr gebraucht.

Aufgabe suchen

Wichtig für Berufsunfähige ohne anderweitige Stelle ist es daher, sich neue Aufgaben zu suchen, einen Tapetenwechsel zu wagen, um beispielsweise neu die Wohnung einrichten zu können. Eine Veränderung der Wohnung verändert nicht nur das momentane Wohnumfeld, sondern hat auch großen Einfluss auf den Gemütszustand. Man fühlt sich wie ein neuer Mensch, wenn die Wände nicht mehr Weiß, sondern z. B. Gelb sind, die alten Möbel rausgenommen wurden und man nun, umgeben von Hochglanzmöbeln, relaxen kann. Gerade in den eigenen vier Wänden, in denen man sich aufgrund der Berufsunfähigkeit viel aufhalten wird, sollte man sich rundum wohl fühlen.

Aktiv sein

Doch wichtig ist es nicht nur, sich hier schöne Plissee Rollos auszusuchen, sondern weiterhin auch soweit als möglich aktiv am Leben teilzunehmen. Natürlich werden sich die körperlichen Möglichkeiten, abhängig von der jeweiligen Erkrankung, in Grenzen halten. Doch auch kleine Spaziergänge und Wochenendeausflüge, z. B. mit dem Partner, den Kindern, Eltern usw. bringen Freude und Abwechslung. Zudem kann man sich an leichte Aufgaben herantrauen. Man muss ja nicht gleich den Balkon Sichtschutz erneuern, kann aber beim Tischdecken für ein Dinner im Freundeskreis helfen oder die Garage aufräumen. Zudem hat man auch online viele Möglichkeiten, neue Dinge zu entdecken und einzukaufen, mit Freunden zu chatten und auf diese Weise nicht in Vergessenheit zu geraten. Demnach sollte man sich also nie aufgeben, sondern immer kleine Ziele setzen, die man sich auch mit der Berufsunfähigkeit noch erfüllen kann.